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Isselhorst – Das Dorf

Kapitel II

Kirche & Bauwerke

Steine, die erzählen — vom romanischen Turm bis zur Stele am Wegrand.

Das Wahrzeichen

Die evangelische Kirche

Der Vorgängerbau, der Heiligen Margareta geweiht, wird um 1150 angenommen. Ein Bischof von Münster bestätigte, dass diese Kirche dem 1185 gegründeten Kloster Marienfeld geschenkt worden sei. Nach der Reformation um 1570 wurde die Gemeinde evangelisch. Der Turm prägt bis heute die Silhouette des Dorfes.

Evangelische Kirche Isselhorst

Evangelische Kirche. Der Turm über der Ortsmitte — Wahrzeichen und Ankerpunkt des Stelenpfads (Tafel 27).
Foto: Daniel Brockpähler · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Innenraum der Kirche

Der Innenraum. Schlicht und hell — Ausdruck der evangelischen Tradition der Gemeinde.
Foto: Wikimedia Commons

Orgel der Kirche

Die Orgel. Sie trägt den Gemeindegesang seit Generationen.
Foto: Wikimedia Commons

Weitere Bauwerke

Häuser, Höfe, Denkmäler

Jedes dieser Gebäude erzählt ein Stück Ortsgeschichte — viele davon sind Stationen des Stelenpfads.

Katholische Kirche Maria Königin

Maria Königin. Die katholische Kirche — jüngeres Gotteshaus und Zeichen der gewachsenen konfessionellen Vielfalt (Tafel 28).
Foto: Hagar66 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Holtkämperei

Die Holtkämperei. Einer der ältesten dokumentierten Höfe des Kirchspiels (Tafel 14).
Foto: Wikimedia Commons

Osthus-Hof

Osthus-Hof. Fachwerk-Deele von 1849, eines der 16 eingetragenen Baudenkmäler im Ortskern (A 069).
Foto: Ath, Wikimedia Commons (CC0)

Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal. Es erinnert an die Gefallenen des Ortes (Tafel 25).
Foto: Andreas Kämpf

Bahnhof

Der Bahnhof. Mit der Eisenbahn kam im 19. Jahrhundert die Verbindung zur Welt.
Foto: A. Savin · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Villa

Bürgerliche Villa. Zeugnis des wirtschaftlichen Aufschwungs im späten 19. / frühen 20. Jahrhundert.
Foto: Hewa · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Heimathaus

Das Heimathaus. Die Holtkämperei An der Lutter 1 (siehe oben) dient dem Dorf- und Heimatverein heute als Vereins- und Ausstellungshaus — hier bewahrt er die Geschichte des Ortes.
Foto: Henrich Schröder

Gasthaus Zur Linde, Sitz des Feuerwehrmuseums

Feuerwehrmuseum Ortmeier. Im Gasthaus „Zur Linde" (Isselhorster Kirchplatz 5) richtete Rolf Ortmeier 1999 im ehemaligen Lebensmittelladen ein privates Feuerwehrmuseum mit Museumscafé ein — über 40.000 Exponate aus 200 Jahren, das einzige seiner Art im Kreis Gütersloh.
Foto: Andreas Kämpf

Zum Vergrößern auf ein Bild tippen. Fotos: Wikimedia Commons.

Denkmalliste

Baudenkmäler in Isselhorst

16 eingetragene Baudenkmäler stehen im Ortskern unter Schutz — vom Fachwerkhof von 1623 bis zum Bahnhof von 1892. Die Nummern verweisen auf die amtliche Denkmalliste der Stadt Gütersloh.

  • Wassermühle — Am Reiherbach 131 · 2. Hälfte 18. Jh. · A 017
  • Holtkämperei — An der Lutter 1 · 1623 · A 018
  • Wohnhaus — Haller Straße 105 · 1901 · A 048
  • Fabrikantenvilla — Haller Straße 114 · 1886 · A 049
  • Wohnhaus — Haller Straße 140 · 1828 · A 050
  • Wohnhaus — Haller Straße 151 · 1835 · A 052
  • Gasthaus „Zur Linde“ — Isselhorster Kirchplatz 5 · 1677 · A 067
  • Evangelische Kirche — Isselhorster Kirchplatz 16 · Turm 1545, Kirche 1881 · A 068
  • Osthus-Hof (Deele) — Isselhorster Straße 374 · 1849 · A 069
  • Meyer zu Isselhorst — Isselhorster Straße 426 · 1773 · A 070
  • Meyerhof-Scheune — Isselhorster Straße 428 · 1810 · A 070a
  • Wassermühle (Meierhof) — Isselhorster Straße 422 · 1789 · A 070b
  • Hof Baumeister (Wirtschaftsteil) — Niehorster Straße 139 · 1869 · A 107
  • Bienenhaus Hof Baumeister — Niehorster Straße 139 · spätes 19. Jh. · A 107a
  • Bahnhof Isselhorst-Avenwedde — Bahnhofstraße · 1892 · A 128
  • Kriegerdenkmal (Obelisk) — Isselhorster/Haller Straße · 1898 · A 171

Quelle: Amtliche Denkmalliste der Stadt Gütersloh; LWL-GeodatenKultur (lwl.org/geodatenkultur). Datierung des Kirchturms dendrochronologisch 1545.

Der Stelenpfad

29 Stelen — ein Museum unter freiem Himmel

Der Dorf- und Heimatverein Isselhorst — heute unter Vorsitz von Hans-Walter Schomann — hat im historischen Ortskern 29 nummerierte Stelen errichtet; initiiert wurden sie vom damaligen Vorsitzenden Siegfried Kornfeld. Jede rund 250 kg schwere Säule trägt hinter Verbundsicherheitsglas Texte, historische Bilder und einen QR-Code. Wer den Weg abläuft, erkennt an jeder Station, was hier einmal stand — Schulen, Mühlen, Werkstätten, Wirtshäuser. Ein begehbarer Geschichtsunterricht.

1

Schule und Spitzenhaus

Bildung im alten Dorf

2

Steinhägerhäuschen

Ausschank und Brennerei

3

Maschinenfabrik Schürmann

frühe Industrie

4

Weberei Elmendorf

Textilgewerbe

5

Gaststätte Upmann

Dorfwirtschaft

6

Die Mühlen vom Meyerhof

Wasser- und Windkraft

7

Turnhalle mit Schlauchturm

Turnverein & Feuerwehr

8

Hotel zur Post

Reise und Rast

9

Schmiede Buse

Handwerk

10

Kaiserliches Postamt

Nachrichtenwesen

11

Wasserbeschaffungsverband

Versorgung

12

Janstein

Flur- und Grenzstein

13

Drechslerei Schröder

Holzhandwerk

14

Holtkämperei

alter Hof

15

Schlagbaum im Dorf

Zoll und Weg

16

Meierhof Mumperow

Landwirtschaft

17

Preußische Grenze

Territorialgeschichte

18

Holler Windmühle

Müllerei in Hollen

19

Gaststätte Zur Linde

Dorfwirtschaft

20

Das Kirchspiel Isselhorst

die fünf Ortschaften

21

Bauhaus-Denkmal

Baukultur

22

Elmendörfer Fass

Wandtafel

23

Brennerei Elmendorf

heute Markus T

24

Nienhorster Schule

Bildung in Niehorst

25

Kriegerdenkmal

Gedenken

26

Lutter

der Bach des Dorfes

27

Ev. Kirche

Wandtafel

28

Kath. Kirche

Wandtafel

29

Der Friedhof

letzte Ruhe

Vollständige Tafel-Texte und Bilder: heimatverein-isselhorst.de/stelen

Sechs Stelen im Bild

Eigene Aufnahmen zu einigen Stationen des Stelenpfads.

Janstein — Flur- und Grenzstein

Tafel 12 — Der Janstein. Flur- und Grenzstein, erinnert an Jan „den Friedfertigen“, Graf von Ravensberg (1511–1539).
Foto: Andreas Kämpf

Gasthaus Zur Linde, Sitz des Feuerwehrmuseums

Tafel 19 — Gaststätte Zur Linde. Güterslohs älteste Gaststätte, seit 2023 unter neuer Führung.
Foto: Andreas Kämpf

Das Große Elmendörfer Faß

Tafel 22 — Das Elmendörfer Faß. Reich geschnitztes Erinnerungsstück der Brennerfamilie Elmendorf.
Foto: Andreas Kämpf

Brand Store Markus T, saniertes Brennereigelände Elmendorf

Tafel 23 — Brennerei Elmendorf. Das Brennereigelände beherbergt heute die Brillenmanufaktur Markus T.
Foto: Andreas Kämpf

Die Lutter

Tafel 26 — Die Lutter. Der Bach des Dorfes, Namensgeberin der eigenen Geschichtsstele.
Foto: Andreas Kämpf

Der Friedhof im Schnee

Tafel 29 — Der Friedhof. Die letzte Ruhestätte des Kirchspiels, hier im winterlichen Schnee.
Foto: Andreas Kämpf